Mittwoch, 23. Januar 2008

Geschichte Online

Bei Geschichte Online handelt es sich um ein primäres oder auch „virtuelles“ Lernobjekt. Dies zeigt sich durch den didaktischen Aufbau der Seite; Selbstgesteuertes Lernen steht im Vordergrund, die Lern- und Lehrziele sind klar formuliert und der Benutzer/die Benutzerin hat die Möglichkeit seine/ihre Leistungen zu überprüfen und ein Feedback zu erhalten. Weiters besteht für den Lernenden/die Lernende die Möglichkeit einem vorgegebenen Lernpfad zu folgen.

Insgesamt setzt sich Geschichte Online aus vier Modulen zusammen.
Wissenschaftliches Arbeiten: Dieses Modul bietet Übungen, um das selbstständige wissenschaftliche Arbeiten zu trainieren. Sowohl der Umgang und die Analyse von wissenschaftlichen Texten und Dokumenten kann geübt werden als auch das Verfassen und Gestalten eigener wissenschaftlicher Arbeiten.
Literatur- und Informationsrecherche: Das zweite Modul ist in die Submodule Literaturrecherche (Bibliografien, Bibliotheken, Literaturdatenbanken, etc.) und Informationsrecherche (Quellen, Daten, Netzwerke, etc.) in der Geschichtswissenschaft unterteilt.
Geschichtsdidaktik: In diesem Modul werden Fragen zur Theorie und Praxis der Geschichtsdidaktik erläutert und die Planung von Lerneinheiten des Geschichtsunterrichts - auch in Verbindung mit Medien – erleichtert.
Hypertextcreator: Der Hypertextcreator ist ein Redaktions –und Datenbanksystem, das Lehrenden und Studierenden zur Aufbereitung und Verknüpfung von Inhalten zur Verfügung steht. Dies lässt eine Verbindung zwischen individuellem Wissenserwerb bzw. Wissensvermittlung und einer kollektiven Vernetzung von Produktions- und Schreibprozessen zu.

Entwurf eines tertiären Lernobjekts zum „Geschichtswissenschaftlichen Arbeiten“:
1. Formulieren Sie eine Fragestellung anhand derer Sie eine Proseminarsarbeit verfassen werden. Lesen Sie dazu den Text zu „Hypothesengeleiteter Forschung“ auf Geschichte Online und erledigen Sie die Übung „Thesenbildung“.
2. Suchen Sie mithilfe der in der „Literaturrecherche“ angegebenen Bibliotheken und Datenbanken nach 30 Titeln (selbstständige und unselbstständige Literatur), die Sie beim Schreiben ihrer Arbeit verwenden würden.
3. Erledigen Sie die Übung „Erste Schritte im Zitieren“ auf Geschichte Online.
4. Lesen Sie sich das Kapitel „Aufbau wissenschaftlicher Texte“ durch.
5. Erstellen Sie nun anhand der Vorgaben dieses Kapitels den formalen Rahmen für eine wissenschaftliche Proseminarsarbeit: Deckblatt, Inhaltsverzeichnis, Einleitung, Literaturverzeichnis, Abbildungsverzeichnis. Das Literaturverzeichnis sollte mindestens 30 Titel enthalten. Nutzen Sie dafür die Zitierregeln der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (ÖZG).

Sonntag, 6. Januar 2008

Bloggen

Ein Weblog kann in der Wissenschaft als Plattform zur Publikation und Diskussion wissenschaftlicher Arbeiten oder Fragen dienen, findet aber bis jetzt nur wenig Verwendung in diesem Bereich.
Die Etablierung des Computers veränderte die Art des Schreibens und des wissenschaftlichen Arbeitens, da er die Möglichkeit zur Produktion, Speicherung und Verbreitung von Daten bzw. Texten bietet. Durch das Internet ist weiters eine Vernetzung mit der „Außenwelt“ möglich, z.B. durch einen Weblog.
Weblogs sind persönliche Websites, die sowohl als persönliche Homepage als auch als Diskussionsforum dienen können. Da so gut wie keine Programmierfähigkeiten zur Erstellung und Aktualisierung eines Blogs nötig sind, ist es einfach eigene Texte, Bilder, etc. zu veröffentlichen. Auch die Struktur von Einträgen in Weblogs ist immer dieselbe, was die Nutzung von Blogs ebenfalls erleichtert. Durch Bezugnahme auf Einträge in anderen Blogs ist weiters eine Vernetzung zwischen mehreren Weblogs möglich.
Im Grunde gibt es zwei verschiedene Arten von Weblogs: eine Möglichkeit ist, sich bei einem „Host“ einen Blog einzurichten. Dies ist meist kostenlos und man benötigt weder Webspace noch eine Installation.
Die zweite Variante wäre, auf einem eigenen Serverplatz einen opensource-Weblog einzurichten. Dies erfordert zwar eine Installation und ist komplizierter als die erstgenannte Möglichkeit, dafür hat man allerdings die Möglichkeit differenzierter Nutzerverwaltung und zur Verschlüsselung von Inhalten.
Das Schreiben in einem Weblog gibt die Möglichkeit den eigenen Schreibstil zu finden oder zu verbessern. Wenn man auf seinem Blog Einträge veröffentlicht, hat man ein weites „Publikum“, das sich auch aufgefordert fühlt, Kommentare zu verfassen.
Da diese Einträge öffentlich und vor ein „Publikum“ gestellt werden, muss man sich allerdings auch genau überlegen, was man veröffentlicht und wie man seine Gedanken formuliert. Wenn Fehler vorkommen, z.B. beim Zitieren, sollten diese unbedingt in einem weiteren Eintrag korrigiert werden.
Ein Blog ist einem Journal sehr ähnlich, hat aber einige Vorteile: Blogs sind „öffentlich“, was eine Vernetzung mit anderen BloggerInnen zulässt. Dies kann vor allem beim (Geschichts-) Studium von Vorteil sein, da einheitliches Studieren heute eher selten ist und man so die Möglichkeit zum Informationsaustausch hat.
Weiters kann ein Weblog als persönliches Archiv von wissenschaftlichem Arbeiten und Recherchieren fungieren, wodurch man sich lange Suchwege ersparen kann. Auch beim Lernen kann es hilfreich sein, wichtige Punkte in eigenen Worten noch mal zusammen zu fassen, da Schreibprozesse auch Bewusstwerdungsprozesse sind.
Ein Weblog kann durch das gesamte Studium begleiten und Lernfortschritte und Lernprozesse dokumentieren; weiters kann man so im wissenschaftlichen Informationsaustausch mit anderen StudentInnen stehen.
Blogs können auch als Gemeinschaftsplattform fungieren, z.B. wenn sie von mehreren AutorInnen geführt werden; dabei kann es sich um offene als auch um geschlossene Gruppen handelt. So kann beispielsweise ein Weblog als Kommunikationsplattform für Arbeitsgruppen dienen.

Der behandelte Text hat mir mehr über Weblogs erklärt, als meine bisherige eigene Erfahrung mit diesen, was vermutlich an meiner Talentlosigkeit im technischen Bereich liegt.
Die vielen Möglichkeiten, die ein Blog bietet (Vernetzung mit anderen BloggerInnen, etc.) konnte ich bisher noch nicht wahrnehmen, weshalb ich auch nicht beurteilen kann, ob der Text diese realistisch beschreibt.
Zur Einrichtung eines Weblogs kann ich mich allerdings äußern: im Text wird die Einrichtung eines Blogs bei einem „Host“ als einfach und schnell beschrieben.
Als ich versuchte mir bei „twoday“ einen Blog einzurichten, hatte ich allerdings einige Probleme, da mein Computer anscheinend bestimmte Programme, die zur Erstellung eines Weblogs nötig waren, nicht besaß.
Es ist natürlich, dass das ein Einzelfall was, aber ich glaube trotzdem, dass zumindest ein bestimmtes technischen Vorwissen nötig ist, um sich einen Weblog einzurichten.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Das Bauen hypertextueller Gebilde

Hypertext im wissenschaftlichen Arbeiten und Kommunizieren hat vor allem einen entscheidenden Vorteil, besonders für die Geschichtswissenschaft: nicht das Ergebnis, sondern der Prozess des Erarbeitens steht im Vordergrund, jedes Projekt und jede Fragestellung hat somit ein offenes Ende.
Weiters ist es möglich komplexe Themen, leicht verständlich zu präsentieren und in verschiedene Subthemen aufzugliedern, wodurch jeder Benützer/jede Benützerin nach seinem/ihrem individuellen Interesse selbstständig weiterforschen kann.
Das Erstellen hypertextueller Gebilde ermöglicht auch auf einfache Weise interdisziplinäre Zusammenarbeit; VertreterInnen verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen können dieselbe Fragestellung oder dasselbe Thema aus ihrer Perspektive beleuchten und die daraus entstehenden Texte werden durch hypertextuelle Verknüpfungen zusammengefügt. Somit können die UserInnen sich selbst aussuchen welchen Teilbereich der Fragestellung bzw. des Themas sie näher erforschen möchten.
Weiters wird dadurch die Fähigkeit zur Teamarbeit gefördert, da die verschiedenen Texte in einem hypertextuellen Gebilde aufeinander abgestimmt sein müssen und nicht von einander losgelöst sein sollten. Sind die Texte nicht kohärent, handelt es sich auch nicht um eine hypertextuelle Zusammenarbeit.
Während durch das Nutzen von hypertextuellen Gebilden in der Wissenschaft zwar geografische und institutionelle Hierarchien überwunden werden sollen, bleiben soziale Hierarchien erhalten oder werden sogar noch verstärkt. Die Voraussetzung die nötige technische Ausstattung zu besitzen, um hypertextuelle Gebilde zu erstellen oder von diesen profitieren zu können, grenzt wiederum Menschen aus.

Sonntag, 25. November 2007

Pastperfect:

„Pastperfect“ ist eine Internet-Plattform, die Texte, Rezensionen, etc. zum Zeitraum zwischen 1492 und 1558 anbietet.
Es werden vier verschiedene historische Zugänge angeboten:
1. Ereignisse: Der Benutzerin und dem Benutzer werden kurze Berichte wichtiger Ereignisse aus dem Zeitraum 1492 – 1558 zur Verfügung gestellt; am Rand dieser Berichte befindet sich eine Liste mit Schlagworten, über die man zu anderen Ereignisberichten oder in den Bereich „Kontexte“ gelangt, für weitere Informationen.
2. Kontexte: Hier werden allgemeine Informationen zu größeren Themen (z.B.: „Kriege in Europa“, „Kriege im Reich“) angeboten. Durch das angebotene Kontextwissen, ist es BenutzerInnen leichter die „Ereignisse“ zu verstehen.
3. Rezeption: Hier werden einzelne Themen der Seite in rezeptionsgeschichtlichen Kontext gesetzt; und zwar vom 16. Jahrhundert bis heute.
4. Reflexionen: WissenschaftlerInnen (verschiedener Disziplinen) stellen Essays zur Entstehung und Verbesserung der Seite zur Verfügung.
Die Plattform „pastperfect“ versucht durch interdisziplinäre Zusammenarbeit den Zeitraum zwischen 1492 und 1558 aufzuarbeiten, und diesen durch Texte, Essays etc. von über 60 AutorInnen, Studierenden und anderen InteressentInnen zugänglich zu machen.
Um sich durch die Seite zu bewegen gibt es zwei Möglichkeiten; eine Textversion der Seite und eine Flashversion.
Bei der Textversion kann man sich durch die oben erwähnten vier Zugänge über die Seite bewegen, sowie durch die zahlreichen Verlinkungen innerhalb der Berichte und Essays.
Die Flashversion der Seite bietet eine Leiste mit verschiedenen Themen (z.B. Politik, Literatur), zu denen die entsprechenden Eregin9isse, Kontexte, etc, aber auch Bilder und Biografien angeboten werden.
Weiters gibt es eine Europakarte, auf der die Orte der wichtigen Ereignisse, zu diesen Themen verlinkt sind. Am Rand der Seite befindet sich noch eine Zeitleiste, bei der man jedes Jahr einzeln durchgehen kann.
Die Ebene der „Rezeption“ soll erklären, dass historische „Fakten“ unter bestimmten zeit- und ortsgebundenen Kriterien entstehen, und deshalb auch immer neu interpretiert und untersucht werden können. Bei jeder neuen Untersuchung der Thematik ändert sich der Kontext in dem diese stattfindet.
„Vergangenheit wird stets neu erfunden“.
Die Ebene „Reflexionen“ ist in die drei Bereiche „Essays, Erfahrungsberichte und Evaluation“ unterteilt; bei den „Essays“ werden von verschiedenen WissenschaftlerInnen Berichte zu der Thematik „(Kultur-) Wissenschaften und Web“ interdisziplinär aufbereitet.
Bei den „Erfahrungsberichten“ geht es darum das Entstehen der Webseite zu dokumentieren.
Unter „Evaluation“ findet man Erhebungen die auf bestimmte Zielgruppen (z.B. Studierende) abgestimmt waren, um die Benutzbarkeit der Seite noch zu verbessern.
Ein Mangel der Seite ist allerdings, dass bei der Textversion weder Quellenangaben, noch eine Auflistung der AutorInnen oder ein Impressum zu findet ist. Dies findet man zwar auf der Flashversion der Seite, allerdings werden die verwendetetn Quellen nur allgemein aufgelistete; der User/die Userin weiß nicht, welche Quelle bei welchem Bericht verwendet wurde.
Für BenutzerInnen deren Computer die Flashversion gar nicht, oder nicht vollständig aufrufen kann, (mit diesem Problem hatte ich auch zu kämpfen), ist die Seite nicht unbedingt hilfreich, da sie nicht als wissenschaftliches Hilfsmittel verwendet werden kann.
Das wichtigste didaktische Mittel der Webseite sind Hypertexte, mit deren Hilfe man sich durch verschiedene Themen bewegen kann.
Da mein Computer an der Flashversion der Seite gescheitert ist, konnte ich fast nur die Textversion nutzen, die mich vom Aufbau und Inhalt her nicht besonders beeindruckt hat, besonders die Tatsache, dass unter einigen Punkten noch keine Texte zur Verfügung stehen, da der Schwerpunkt der Seite wohl auf der Flashversion liegt, die vermutlich auch regelmäßiger aktualisiert wird.

Sonntag, 18. November 2007

Historicum.net

Historicum.net ist eine geschichtswissenschaftliche Plattform im Internet, an der sich sowohl Privatpersonen als auch Institutionen beteiligen können, in dem sie geschichtswissenschaftliches Material zur Verfügung stellen. Die Beteiligung an der Plattform ist international und interdisziplinär, vertreten wird die Plattform durch Prof. Dr. Gudrun Gersmann und Prof. Dr. Hubertus Kohle.
Die Startseite bietet einen kurzen Überblick über Beiträge die im Portal neu sind, sowie eine Übersicht über die Themen der Plattform, aufgeteilt nach Epochen.
Weiters bietet die Startseite die Rubrik „Notizen“, unter der Neuigkeiten zur Geschichtswissenschaft im Internet oder allgemein, veröffentlicht werden und eine Auflistung der Partner und Förderer der Plattform.
Am Anfang der Seite befindet sich eine Leiste die die vier wichtigsten Funktionen, sowie die Möglichkeit einer erweiterten Suche, anbietet.
Unter der Rubrik „Themen“ sind die geschichtswissenschaftlichen Angebote der Seite epochen- und themenorientiert aufgeschlüsselt. Klickt man eines der verschiedenen Themen an, stehen dem User/der Userin verschiedene Texte, Bibliografien, Quellen, Materialien, Links, usw. zum jeweiligen Thema, oder einem Teilbereich davon, zur Verfügung.
Unter der Funktion „Länder“ wollen die BetreiberInnen den BenutzerInnen ein umfassendes Informationssystem zur europäischen Kultur und Geschichte bieten. Am Rand der Seite befindet sich eine Leiste von der man ein Land auswählen kann.
Die einzelnen Portale werden von externen Kooperationspartnern betreut, weshalb sie auch nicht alle dasselbe Layout haben, wie es beim Rest der Seite der Fall ist.
Es werden auch nicht bei jedem Land dieselben Materialien angeboten, aber man findet bei fast jedem Länderportal Fachliteratur, weiterführende Links und wissenschaftliche Texte und Quellen zur Geschichte des jeweiligen Landes.
Unter „Recherche“ werden geschichtswissenschaftliche Hilfsmittel im Web angeboten; Bibliothekskataloge, Fachzeitschriften, digitalisierte Quellen, etc.
Es wird dabei zwar nur ein Bruchteil der existierenden Informationsressourcen für HistorikerInnen im Internet gezeigt, aber für einen Einstieg in webbasierte Recherche sind diese Ressourcen hilfreich.
Unter der letzten Rubrik „Lehren & Lernen“, finden sich Materialien um das universitäre Lernen und Lehren zu erleichtern. Es werden auch drei Tutorials angeboten, durch die das Arbeiten mit Archiven und Quellen, sowie mit Computer und Internet leichter zu erlernen sein soll.
Eine zweite Leiste mit Funktionen befindet sich darüber, sie enthält vor allem administrative Informationen; Impressum, Kontakt, Hilfe, Partner, usw.
Der Benutzer oder die Benutzerin haben auch die Möglichkeit einen Newsletter zu abonnieren, durch den man monatlich über aktuelle Rezensionen und andere Aktualisierungen auf der Plattform informiert wird.

Sonntag, 11. November 2007

Clio-Online

Das „Fachportal für die Geschichtswissenschaften“ Clio-Online versucht den Geschichtswissenschaften einen Einstieg ins Internet zu ermöglichen; dies soll zu einer engeren wissenschaftlichen Kooperation zwischen verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Instituten führen.
Es handelt sich dabei um die kooperative Arbeit verschiedener Fachbibliotheken und andere akademischen Einrichtungen aus dem deutschsprachigen Raum. Gefördert wird Clio-Online von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Das Ziel ist es fachhistorische Informationen zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig durch eine wissenschaftliche Diskussion und Kommunikation neue Möglichkeiten zu erarbeiten.
BesucherInnen der Homepage haben die Möglichkeit sich zu registrieren und am wissenschaftlichen Diskurs teilzunehmen.
Auf der Startseite der Seite befindet sich eine Navigationsleiste mit den neun wichtigsten Funktionen der Seite, die wiederum in einige Unterthemen aufgeteilt sind.
Unter der Funktion „Über Clio“ findet man nicht nur eine Beschreibung des Projekts und der PartnerInnen und MitarbeiterInnen, sondern auch neuste wissenschaftliche Publikationen und Hilfestellungen um sich auf der Seite zurecht zu finden.
Die wichtigste Funktion der Seite ist wohl die der „Rezensionen“; per Titel, AutorIn oder Stichwort kann man auf der Homepage, aber auch im Web und in verschiedenen Institutionen nach historischen Rezensionen suchen.
Unter der Rubrik „Web-Verzeichnis“ findet man verschiedene Bibliografien, Kataloge, Institutionen, Materialen – auch multimediale Materialien -, sowie Quellen und Portale. Dies ist vor allem für weiterführende Recherchen sowohl in akademischen Institutionen als auch im Web hilfreich.
Verschiedene Institutionen, wie Museen, Archive, Behörden, Bibliotheken, Universitäten, Verbände, Verlage, usw., sind auch noch einmal extra angeführt.
Die Rubrik „Findmittel“ konnte ich leider nicht genauer untersuchen, da die verschiedenen angebotenen Links zu dem Zeitpunkt als ich die Seite aufrief nicht funktionierten. Allerdings war zu erkennen, dass die Materialien hier nochmals nach Regionen und Epochen aufgegliedert sind.
Unter der Funktion „Forscher/innen“ können nähere Informationen über die auf der Seite erwähnten oder rezensierten Forscher und Forscherinnen eingeholt werden, wie zum Beispiel eine kurze Biografie oder aktuelle Projekte.
Die „Guides“ sollen den BenützerInnen der Seite den Umgang mit Clio-Online erleichtern, sowohl in inhaltlichen als auch in technischen Bereichen.
Unter dem Link „Chancen“ findet man die Möglichkeit sich über Stipendien, Praktika, Weiterbildung und Jobaussichten im Bereich der Geschichtswissenschaft zu informieren. Dieser Teil der Seite bezieht sich nicht nur auf den deutschsprachigen Raum, sondern wird international behandelt.
Die Funktion der „Fachdatenbanken“ erklärt sich eigentlich von selbst; es wird die Möglichkeit geboten verschiedene Fachdatenbanken und Bibliothekskataloge zur Recherche zu verwenden.
Als Zielgruppe der Seite Clio-Online würde ich sowohl angehende Historiker und Historikerinnen sehen, als auch bereits etablierte AkademikerInnen, die einen Einstieg zur geschichtswissenschaftlichen Arbeit im Internet suchen.

Sonntag, 4. November 2007

Analyse der Seite „Europaquellen“

Inhaltliche Kriterien:
Die Autorenschaft der Seite wird gleich zu Anfangs bekannt gegeben: Univ.- Prof. Dr. Wolfgang Schmale und andere ProfessorInnen. Das AutorInnenteam wird vollständig angegeben.
Die AutorInnen der Artikel werden ebenfalls vollständig angegeben, einige Artikel sind allerdings anonym. Die Herkunft der Artikel, also die Bibliotheken aus denen sie stammen, ist ebenfalls angegeben.
Die Seite wird von der Stiftung Düsseldorf gefördert, eine andere institutionelle Anbindung ist nicht zu Erkennen.
Die Seite analysiert Quellen zu Europabegriffen und Europavorstellungen des 17. Jahrhunderts und stellt dementsprechende Quellen zur Verfügung.
Die Texte werden als Hypertexte angeboten und bieten weiters auch Kurzbiografien der AutorInnen und durch Hypertext kann man zu anderen Seiten weiterkommen, die genauer über bestimme Personen oder Quellen informieren. Fachbegriffe werden allerdings kaum erklärt, kommen aber auch nicht besonders häufig vor.
Die Texte, in Farbe und Form, sind schlicht gehalten, um der Seite ein seriöses, wissenschaftliches Aussehen zu geben. Nur die Fußnoten und Verlinkungen im Hypertext sind in anderen Farben gehalten, um sich vom Text abzuheben.
Die Herkunft der Quellen wird genau angegeben, weiters werden sie noch kurz von den AutorInnen der Seite beschrieben.
Die Seite versucht neue Forschungsansätze zu erbringen, da die die Erforschung dieses Themas noch nicht ausreichend betrieben wurde.
Rezensionen zu der Seite konnte ich nicht finden, vielleicht weil sie erst im Juni 2001 entstanden ist. Auf der Startseite der Homepage steht das Entstehungsdatum und wann die Homepage das letzte Mal aktualisiert wurde. Wie regelmäßig Aktualisierungen stattfinden ist allerdings nicht angegeben.
Die Links, die zu anderen Seiten führen, sind in die Texte eingearbeitet, weiters gibt es noch die „Europa-Links“, um weiterführende Informationen zu erhalten und Links zu den analysierten Quellen. Das multimediale Potenzial das zur Verfügung steht wird also voll ausgenützt.


Kriterien zur Benutzerfreundlichkeit:
Die Seite bietet einen guten strukturellen Aufbau, da man zum Beispiel durch den Hypertext per Klick auch Bilder und die beschriebenen Quellen einsehen kann.
Die Seite ist weitgehend fehlerfrei und logisch aufgebaut.
Durch die schlichten Farben und Schriftarten findet man sich auch leichter zurecht und die Texte sind besser lesbar. Was der Seite fehlt wäre allerdings eine Druckfunktion der Texte.
Da es auf der Seite keine Flash-Animationen gibt und sie auch sonst eher einfach gestaltet ist, ladet sich die Seite schneller und auch bei Verlinkungen gibt es keine langen Wartezeiten.
Insgesamt gibt es eher wenig Pop-Ups auf der Seite, die wenigen die es gibt haben allerdings nichts mit den Inhalten auf der Seite zu tun.
Es gibt einen eigenen Feedback-Link auf der Seite, für Verbesserungsvorschläge oder Kritik, allerdings sind auch die E-Mail Adressen der MitarbeiterInnen angegeben, so dass man sich auch direkt an sie wenden kann.

E-Medienkompetenz/e-media literacy

Der Begriff der Medienkompetenz, der aus der Linguistik kommt, entstand noch vor dem Medium des Internet und kann deshalb auch auf andere Medien angewandt werden. Kompetenz muss sich ständig weiterentwickeln, um „Lücken“ auszufüllen. Dies bezieht sich nicht nur auf den Bereich der Medien.
Das Erlernen von Medienkompetenzen wurde anfangs vor allem als Erlernen von technischen Fähigkeiten verstanden. Diese Auffassung des Begriffs hielt sich auch noch lange nach dem Einzug des Internets in die Wissenschaften. Inzwischen sind auch die didaktischen Kompetenzen der Lehrenden und Lernenden gefragt, während die technischen Aspekte weitgehend in den Hintergrund getreten sind.
Die Geschichtswissenschaft hängt auf diesem Gebiet den meisten anderen Wissenschaften allerdings noch nach. Die Kompetenzen zur Bewertung historischer Quellen und Hilfsmittel im Netz müssen noch erlernt werden.
Auf diese Weise könnte sich die Geschichtswissenschaft einem weiteren potentiellen Publikum öffnen.
Allerdings stellt sich auch die Frage, welche Bereiche der Geschichtswissenschaft durch E-Medien ersetzt werden würden oder könnten und inwieweit sich dadurch die Arbeit der HistorikerInnen verändern würde.
Das Erwerben von Medienkompetenzen hat die Aufgabe den Lernenden selbstständiges, interaktives und kooperatives Lernen und Arbeiten beizubringen. Dies ist ein Prozess der eigentlich nicht endet, sondern laufend fortgeführt wird. Nur durch dauerhaftes Lernen können Medienkompetenzen erworben und richtig eingesetzt werden.
Die Nutzung digitaler Medien hat wider Erwarten die Unterschiede in den Nutzungschancen, die durch Geschlecht oder soziale Herkunft bedingt sind, nicht neutralisiert. Deshalb ist es wichtig gleichzeitig zur Medienkompetenz auch Genderkompetenzen zu erlernen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Wolfgang Schmale, Martin Gasteiner, Jakob Krameritsch, Marion Romberg „E-learning Geschichte“

Im ersten Kapitel soll die Bologna-Studienarchitektur, von der E-learning ein Teil ist, näher erklärt werden, insbesondere was diese für das Studium der Geschichte an Neuerungen beinhaltet.
Der Bologna-Prozess hat das Ziel, europäische Hochschulabschlüsse zu vereinheitlichen und die Kommunikation innerhalb der Wissenschaften zu stärken; dies soll vor allem durch den Einsatz elektronischer Medien während des Studiums und in der Wissenschaft allgemein erreicht werden.

Im nächsten Kapitel wird darauf eingegangen was E-learning genau ist, welche Arten des webgestützten Lernens und Lehrens es gibt und wie sich diese auf die Geschichtswissenschaft und das Geschichtestudium auswirken. Weiters wird erklärt welche Kompetenzen, didaktische und technische, die Studierenden aufweisen müssen, um webbasierte Lernobjekte erfolgreich nutzen zu können und wie man webbasiertes Lernen benutzerfreundlicher gestalten und für alle InteressentInnen leicht zugänglich machen kann.

Im dritten Kapitel werden die verschiedenen Typen von E-learning und Lernmanagementsystemen genauer untersucht und miteinander verglichen, darunter auch die Internetgestützte Lehre (IGL) am Institut für Geschichte an der Universität Wien. Dieses System wird als eine Art Alternative zu den „üblichen“ E-learning-Typen vorgestellt.
Die Hauptaufgabe von webbasiertem Lernen ist es die Medienkompetenzen der UserInnen zu schulen, ohne dabei die primären Lerninhalte, um deren erlernen es eigentlich geht, zu vernachlässigen.

Im vierten Kapitel werden verschiedene webbasierte Lernobjekte vorgestellt, die für das Fach Geschichte besonders geeignet sind: Geschichte Online (GO), Ad Fontes, pastperfect.at, „Arabic Papyrology School“, Deuframat, etc.
Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lernobjekte werden eingehend analysiert; anschließend werden noch Verbesserungsvorschläge zu den Plattformen gemacht, wobei vor allem das individuelle und selbstständige Lernen der UserInnen im Mittelpunkt steht und vor der Gefahr gewarnt wird, dass durch webbasiertes Lernen andere Lernmöglichkeiten zu kurz kommen.

Das letzte Kapitel widmet sich dem Einsatz von Hypertexten in der Wissenschaft. Hypertexte sind in innerhalb der „neuen“ Medien das Pendant der in der Forschung so wichtigen persönlichen Kommunikation; durch Hypertexte kann diese Kommunikation nun auf breiterer Basis entstehen und viel mehr Menschen mit einbeziehen.
Gleichzeitig fördern Hypertexte das komplexe Denken, da man beim Lesen auf immer neue Abzweigungen und Fragen stoßen kann.
Allerdings werden Hypertexte bis jetzt noch eher wenig innerhalb der Wissenschaften eingesetzt.

Obwohl ich persönlich dem webbasierten Lernen, und vor allem der E-learning Plattform der Universität Wien, nicht viel abgewinnen kann, konnte mir das Buch „E-learning Geschichte“ doch auch viele positive Seiten der webbasierten Lernobjekte vermitteln.
Das Thema der neuen Medien in der Geschichtswissenschaft wurde meiner Meinung nach sehr objektiv behandelt, die Vor- und Nachteile wurden gleichermaßen besprochen und auch die Kritik an momentan noch unausgereiften Systemen und Fehlern im Umgang mit webbasierten Lernobjekten fehlte nicht.

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